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Abakus (Rechentafel) Drucken E-Mail

Ein Abakus (lateinisch abacus, griechisch ὁ ἄβαξ griechisch  ἄβακος, ábax, ábakos, die Tafel, das Brett) ist ein mehr als 3000 Jahre altes einfaches mechanisches Rechenhilfsmittel. Das Rechenbrett enthält Kugeln, meist Holz- oder Glasperlen, in der Antike kamen auch Münzen oder sogenannte Rechensteine zum Einsatz.

Ein Abakus ermöglicht die Durchführung der Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division sowie das Ziehen von Quadrat- und Kubikwurzeln. Zum ersten Mal wurde der Abakus von den Chinesen um 1100 v.Chr. verwendet. Er wurde etwa 1600 n.Chr. von den Japanern übernommen und vereinfacht. Bei Ausgrabungen wurden auch aztekische Abaki (von etwa 900-1000 n.Chr.) gefunden. [1] Er ist noch heute in vielen Weltgegenden, insbesondere im arabischen Raum, in Gebrauch.

Beschreibung 
Der Abakus besteht aus einem Rahmen mit Kugeln oder Steinen (auch als Calculi bezeichnet), die auf Stäben aufgefädelt beziehungsweise in Nuten, Rillen oder Schlitzen geführt werden. Die Variante mit Kugeln wird auch als russischer Abakus (Stschjoty, wohl von russisch Stschjot (russisch счёт, Rechnung)) bezeichnet, weil er dort in dieser Ausführung verwendet wurde. Je nach Ausführung kommen auch die Bezeichnungen Zählrahmen, Rechenbrett, Rechentuch oder Rechentisch vor. Die Kugeln oder Rechensteine stellen dabei durch ihre Lage eine bestimmte Zahl dar, das heißt es wird normalerweise ein Stellenwertsystem zu Grunde gelegt. Beim russischen Abakus gibt es nicht die Einteilung wie in anderen Ländern, wo ein Teil der Kugeln abgetrennt ist, die einen höheren Wert (normalerweise den fünffachen) haben. Dafür wird bei der russischen Version normalerweise noch ein gesondertes Bruchrechnungsbrett verwendet.

Der Abakus ermöglicht komplizierte Rechenoperationen – neben den vier Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Division, Multiplikation ist unter anderem das Wurzelziehen mit Hilfe eines Abakus möglich. Die höheren Rechenoperationen konnten mit den römischen Ziffern, die keine Einer-, Zehner-, Hunderterstellen aufweisen, nicht durchgeführt werden. Deshalb gab es im Römischen Reich einen leicht abgewandelten Abakus.


 Geschichte 
 
Rechentisch (Holzschnitt vermutlich aus Straßburg).Der Abakus ist das älteste bekannte Rechenhilfsmittel und wurde vermutlich zirka um 1100 v. Chr. im indo-chinesischen Kulturraum erfunden. Er wurde von der Antike – in Europa von den Griechen und Römern – (schon vor der allgemeinen Durchsetzung des arabischen Dezimalsystems) bis etwa ins 16. Jahrhundert benutzt. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Abakus durch die Entwicklung der mechanischen Rechenmaschinen verdrängt, so dass er in Europa lediglich noch als Kinderspielzeug angesehen wird, aber als Rechenhilfsmittel für Blinde noch in Gebrauch ist, während er im Osten, vom Balkan bis nach China, noch weitgehend als preiswerte Rechenmaschine bei kleinen Geschäften verwendet wird.

Als das älteste erhaltene Rechenbrett (zirka 300 v. Chr.) gelten die Salaminischen Tafeln (Nationalmuseum in Athen). Auch der deutsche Rechenmeister Adam Ries beschrieb die Anwendung von Rechenbrettern in seinem Werk „Rechenbuch auf Linien und Ziphren in allerlei Handthierung / geschäfften und Kaufmanschafft“ (siehe dazu Rechnen auf Linien).

Die geläufigsten Formen sind der römische Abakus, das chinesische Suanpan (算盤 / 算盘), der japanische Soroban und die bereits genannte russische Stschjoty (russisch Счеты).

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