Hauptmenü
Home
Bauen
Essen & Trinken
Finanzen
Flora & Fauna
Gesundheit
Informationstechnologie
Kunst & Kultur
Politik / Geschichte
Sport & Freizeit
Technik
Transport und Verkehr
Wissenschaft
Google-Werbung
 
   
Home
MySQL Drucken E-Mail
Der MySQL Server ist ein Relationales Datenbankverwaltungssystem. Es ist als Open-Source-Software für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und bildet die Grundlage für viele dynamische Webauftritte.

Ursprünglich wurde MySQL Server von der schwedischen Firma MySQL AB entwickelt. Im Februar 2008 wurde MySQL AB von der Firma Sun Microsystems übernommen, die nun für die Weiterentwicklung des Codes verantwortlich ist.


Beschreibung

MySQL Server ist eine freie Software, die unter der General Public License (GPL) steht. Da MySQL AB/Sun das volle Copyright an den Quellcodes besitzen, ist die Software alternativ auch unter einer kommerziellen Lizenz verfügbar. (Duales Lizenzsystem)

Die Herkunft des Namens MySQL kann heute nicht mehr genau rekonstruiert werden. Seit 1996 wurden diverse Bibliotheken und Tools mit dem Präfix My geschrieben. Es wird spekuliert, dass der Name My der Tochter des Mitbegründers Monty Widenius vielleicht auch der Ursprung des Namens MySQL sein könnte, sowie SQL als Kürzel für Structured Query Language – Strukturierte Abfragesprache.

Neben vielen Unix-Varianten, Mac OS X und Linux läuft MySQL auch auf Windows, OS/2 und i5/OS (ehemals OS/400). Seit Anfang 2008 gibt es auch eine Symbian-Variante. Für Windows werden allerdings einige Einschränkungen genannt.

Einer Datenbankmanagementsystem-Engine können mehrere Datenbanken zugeordnet werden. In einer Datenbank können mehrere Tabellen angelegt werden. Die Tabellen können von unterschiedlichem Typ sein. Die maximale Größe der Tabellen wird im Prinzip nur durch das Betriebssystem limitiert.

Während frühere MySQL-Versionen nur Teile des SQL3-Sprachumfangs unterstützten (z. B. keine View-Definitionen möglich), bietet die Version 5.0 einen wesentlich erweiterten Sprachumfang an, der weitgehend dem SQL3-Standard entspricht.

Seit der Version 3.23.xx steht ein Replikationssystem zur Verfügung. Es ist für den Einsatz in einem Computercluster ausgelegt. Dabei sind dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) mehrere Datenbanken auf unterschiedlichen Rechner-Knoten zugeordnet. Eine der Datenbanken fungiert als Master, hier werden die Datenbankinhalte verändert. Das Replikationssystem verteilt anschließend die datenverändernden SQL-Kommandos auf die anderen Datenbanken, die diese Änderungen lokal auf ihren Tabellen nachvollziehen. Es handelt sich hierbei also um eine asynchrone Replikation der SQL-Kommandos.

Ein bevorzugtes Einsatzgebiet von MySQL ist die Datenspeicherung für Web-Services. MySQL wird häufig in Verbindung mit dem Webserver Apache und PHP eingesetzt.

Einige Webdienste bedienen sich dieser Architektur. Sie betreiben mehrere hundert MySQL-Server, über die die Zugriffe aus dem Netz abgewickelt werden.

MySQL wird in über hundert Produkten als eingebettetes Datenbanksystem eingesetzt.

MySQL ist mit mehr als 6 Millionen Installationen und über 35.000 Downloads pro Tag das populärste Open-Source-Datenbankverwaltungssystem der Welt.

Der MySQL Server und offizielle Bibliotheken sind wegen der Performance hauptsächlich in ANSI C/ANSI C++ implementiert.

Geschichte

MySQL wurde 1994 zunächst als Clone für mSQL entwickelt, um Datenbanken des maskengesteuerten Datenbanksystems UNIREG in Web-Anwendungen verfügbar zu machen. (UNIREG war 1979 von Monty entwickelt und ca. 1986 in die Programmiersprache C umgeschrieben worden, damit es auch unter UNIX-System lief.) MySQL war daher sowohl zu mSQL als auch UNIREG voll kompatibel. Die Software wurde sofort unter der Versionsnummer 3.21 veröffentlicht, um zu signalisieren, dass sie auf einem Kern basiert, der schon eine lange Geschichte hat. Sie war von Anfang an für große Datenmengen und sehr gute Performance ausgelegt, teils auf Kosten von Stabilität und Verfügbarkeit.

Die Menge der Eigenschaften hingegen war zunächst beschränkt. So gab es nur wenige Tabellentypen und keine Transaktionen. Typischerweise werden neue Eigenschaften auf Wunsch der Anwender implementiert, die dadurch ein sehr großes „Mitspracherecht“ haben.

Bereits mit der Version 3.23 verfügte MySQL über zwei Tabellentypen mit Transaktionen, wobei der eine (InnoDB) den Kriterien ACID genügt.

Alle Operationen, die allgemeine SQL-Eigenschaften betreffen, sind für alle Tabellentypen gleich, während die Eigenschaften der Tabellentypen aufgrund der unterschiedlichen Architektur sehr verschieden sein können. So besitzt der Typ MyISAM bereits seit der frühen Version 3.23 eine sehr leistungsfähige Volltext-Suche, die beim Typ InnoDB (noch) nicht implementiert ist.

Mit dem MySQL Cluster steht ein Tabellentyp zur Verfügung, bei dem die gesamte Datenbank im Arbeitsspeicher vorgehalten werden kann. Es wird synchrone Replikation zwischen allen Clusterknoten und Transaktions-Verarbeitung unterstützt, jedoch keine Volltextsuche.

Die Version 4.0 wurde im März 2003 freigegeben. Sie erlaubt die Nutzung von Unions und führte einen Query Cache ein, der die Ergebnisse häufig benutzter SQL-Anfragen zwischenspeichert.

Die Version 4.1 wurde im Oktober 2004 freigegeben. Sie bietet eine Datenspeicherung in unterschiedlichen Zeichensätzen pro Tabelle an. Es wird unter anderem auch Unicode unterstützt. Die Verwendung von Unterabfragen (Subqueries/Subselects) wird ermöglicht.

Die Version 5.0 wurde im Oktober 2005 freigegeben. Sie unterstützt alle im SQL3-Standard definierten Objekttypen:

    * Datenbank
    * Tabelle
    * View (neu in Version 5)
    * Alias
    * Index
    * Trigger (neu in Version 5)
    * Stored Procedure (neu in Version 5)
    * User Defined Function (neu in Version 5)

Übernahme durch Sun Microsystems

Am 16. Januar 2008 hat Sun Microsystems die Absicht erklärt, MySQL zu kaufen. Als Kaufwert wird eine Milliarde Dollar genannt; davon 200 Millionen in Aktienoptionen. Am Open-Source-Status sollte sich nichts ändern. Die Übernahmeverhandlungen wurden am 26. Februar 2008 abgeschlossen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel MySQL aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

< zurück   weiter >
Aktuelle IT News